Profil > Historie

Die Gründer

Die Entstehung des 1981 aufgebauten Unternehmens beginnt mit den zwei Gründern und Namensgebern des mittelständischen Rasteder Bauunternehmens TweWe-Bau, Herr TWEsten und Herrn WEssels. Sie waren bereits in jungen Jahren in der Baubranche tätig. Herr Erich Wessels absolvierte seine Ausbildung zum Zimmerer bei einem Zimmereibetrieb in der Gemeinde Butjadingen. Er arbeitete nach seiner „Lehre“ zunächst noch als Geselle, bis ihn der Wunsch, sich weiter zu bilden und sich neue Perspektiven zu schaffen, an die Bautechnikerschule trieb.

Herr Albert Twesten ist ebenfalls in der Baubranche aufgewachsen. Sein Vater war Besitzer einer kleinen Zimmerei in Wittort bei Lüneburg. So ergriff auch der Sohn diesen Beruf und begann eine entsprechende Ausbildung. Auch Herr Twesten verschlug es dann im Zuge seiner Fortbildungen an die Bautechnikerschule.

Bei der Firma Schomburg Grundbau GmbH kreuzten sich zum ersten Mal die Wege der Herren Wessels und Twesten. Beide waren als Bauleiter in verschiedenen Bereichen tätig. Herr Twesten arbeitete im Beton- und Tiefbau in Hafenbereichen, Herr Wessels kümmerte sich größtenteils um Stahlbetonfundamente für die Deutsche Bahn und für Energieversorger.

Die Gründung des eigenen Unternehmens

Herr Twesten war im Jahr 2002 aus gesundheitlichen Gründen aus dem Betrieb ausgeschieden. Eine familiäre Nachfolge gab es nicht. Um den Fortbestand des Unternehmens zu gewährleisten, entschieden sich die Geschäftsführer 2002 zum Verkauf des Betriebes.

Das Ingenieurbüro Janssen aus Rastede übernahm die TweWe-Bau GmbH und fungierte als stiller Teilhaber. Herr Wessels war weiterhin als Geschäftsführer tätig. Im August desselben Jahres wurde ein neuer Mitarbeiter mit dem Ziel eingestellt, die Geschäftsleitung nach dem Ausscheiden von Herrn Wessels zu übernehmen. Diese personellen Veränderungen tangierten das laufende Geschäft kaum. Dennoch überstürzten sich die Ereignisse in den darauf folgenden Jahren. Bereits im Mai 2004 meldete der stille Teilhaber für sein eigenständiges Ingenieurbüro Insolvenz an. Diese negative Entwicklung durchkreuzte die Lebensplanung des früheren Firmeninhabers. Herr Wessels griff die Ängste der besorgten Mitarbeiter der TweWe-Bau GmbH auf und versuchte mit allen Mitteln, den Baubetrieb aufrechtzuerhalten. Intensive Gespräche mit Herrn Janssen und dem langjährigen Steuerberater der Firma führten schließlich Ende Mai 2004 zum Rückkauf des Unternehmens. Dieses uneigennützige Engagement sicherten den Fortbestand der TweWe-Bau und damit bis auf weiteres die Arbeitsplätze.

Die so nicht gewollte Situation zwang Herrn Wessels als jetzigen, alleinigen Eigentümer, neue Überlegungen bezüglich seiner Nachfolge anzustellen.

Das Ausscheiden der Gründer

Das Bauunternehmen hatte sich besonders in den ersten zehn Jahren stark entwickelt. Es änderte sich nicht nur die Strukturierung der räumlichen Verhältnisse, sondern auch der Mitarbeiterstab wurde dem stetig steigenden Auftragsvolumen angepasst.

Zum Zeitpunkt der Gründung stand dem Betrieb lediglich eine Werkhalle zur Verfügung. Im Laufe der Jahre kamen jedoch immer mehr Räumlichkeiten hinzu. Der Eigentümer des Grundstückes „Raiffeisenstraße 15“ beanspruchte immer weniger Fläche für sich selbst und trat diese dann an die TweWe-Bau GmbH ab. So wurden weitere Lagerplätze und Stellplätze geschaffen.

Die Büroarbeiten wurden in einem ca. 14 m² großen Raum innerhalb der Werkhalle abgewickelt. Der Mehraufwand der organisatorischen Maßnahmen erzwang auch in diesem Bereich räumliche Veränderungen.

Das Unternehmen hatte Anfang der 90er Jahre erneut die Möglichkeit, weitere Räume des Wohnhauses anzumieten. So kamen eine Werkstatt und ein separater Büroraum hinzu. Die Grenzen der räumlichen Ausbreitung waren damit ausgeschöpft. Nun teilten sich drei Mietparteien das gesamte Gebäude. Eine Logopädin, ein Architekt und das Bauunternehmen TweWe-Bau.

Die umfangreichen Stahlbetonarbeiten des Unternehmens erforderten ein großes Lager für das benötigte Schalungsmaterial. Ende der 80er Jahre machten sich die beiden Unternehmer auf die Suche nach einem zusätzlichen Platz.

Fündig wurden sie in Leuchtenburg. Dort konnten sie Teile eines Bauernhofes anmieten. Das Gehöft liegt zwischen Wiefelstede und Rastede in etwa zwei Kilometer Entfernung zum Hauptsitz in der Raiffeisenstraße 15.

Die Zahl der Mitarbeiter pendelte sich seit Anfang der 90er Jahre zwischen 12 bis 14 ein. Bis Mitte der 90er Jahre arbeiteten Herr Twesten und Herr Wessels noch selbst aktiv auf den Baustellen mit. Die rapide zunehmenden Büroarbeiten zwangen die Unternehmer, sich nur noch auf diese zu beschränken mit der Folge, ihren Einsatz auf den Baustellen aufzugeben. Bis dato ließen sich die Planung der Bauabläufe, die Materialbestellungen, die Angebotserstellungen und die Abrechnungen noch nach Feierabend und an den Wochenenden bewerkstelligen.

1995 gab es erste Pläne, den Standort in der Raiffeisenstraße zu verlassen. Herr Wessels wollte bereits damals den Betrieb an einem Ort vereinen und weiter expandieren. Herr Twesten teilte aufgrund der schlechten Baukonjunktur und der absehbaren Pensionierung seine Ansicht nicht, sodass diese Planungen zu dem Zeitpunkt noch nicht realisiert werden konnten.

Die Entwicklung des Betriebs

Herr Wessels kann sich noch gut an den Auslöser erinnern, der ihn und Herrn Twesten zu den Überlegungen brachte, in die Selbstständigkeit zu gehen. Der damalige Chef der „Schomburg Grundbau GmbH“ hatte Anfang 1981 den Satz „Keiner hat mehr Lust im Winter zu arbeiten. Wenn das so weiter geht, häng’ ich den Laden an den Nagel“ geäußert. Diese bemerkenswerte Aussage hatte den beiden Bauleitern die ungewisse Zukunft auf dem Arbeitsmarkt mehr als deutlich vor Augen geführt.

Die Entscheidung, sich gemeinsam selbstständig zu machen, war schnell getroffen. Die beiden Bauleiter reichten ihre Kündigungen im Februar 1981 ein. Die Vorbereitungen, den eigenen Betrieb auf die Beine zu stellen, liefen auf Hochtouren. Da beide Gründer in Rastede heimisch waren, suchten sie sich im Ort ein geeignetes und vor allem auch kostengünstiges Gelände für das Bauunternehmen. In der Raiffeisenstraße 15 hatten die Jungunternehmer einen solchen Platz gefunden. Sie mieteten den rückwärtigen Teil eines Wohnhauses im Juli 1981 an. Den Großteil des 1967 erbauten Hauses nahm der Eigentümer noch selbst in Anspruch. Nach Aufgabe der alten Schmiede wurden weitere Teile des Hauses vermietet, u.a. an einen Architekten.

Die ersten Arbeitsmittel (Pritschenwagen, Mischmühle, Gerüste etc.) des Betriebs erwarben die zwei Unternehmer aus der Konkursmasse eines kleinen Zwei-Mann Maurerbetriebs aus Oldenburg.

Im Unternehmen waren zu der Zeit drei Personen tätig, die Inhaber und ein angestellter Geselle als Maurer.

Die ersten Aufträge der Firma waren überwiegend Maurerarbeiten. 1982 wandte Herr Wessels sich wieder seinem alten Fachgebiet, dem Fundamentbau, zu. Hieraus entwickelte sich ein starkes zweites Standbein der TweWe-Bau GmbH. Der Bau und die Sanierung von Fundamenten für die Hochspannungsmasten der Energieversorger gehörten nun zum festen Auftragsvolumen. Anfang der 90er Jahre führte der inzwischen erworbene gute Ruf zu umfangreichen Aufträgen aus der Windkraftindustrie für die Erstellung der Mühlenfundamente.

Herr Twesten beschäftigte sich vornehmlich mit dem Brückenbau. Sein Repertoire umfasste die Brückensanierungen, Kappenerneuerungen und den Neubau von Radwegebrücken.

Der Verkauf der TweWe-Bau GmbH

Der erste Kontakt zwischen Herrn Wessels und einem der heutigen Firmeninhaber, Herrn Bohlen, resultierte aus der Zusammenarbeit der Firmen TweWe-Bau und dem Bauunternehmen bei dem Herr Bohlen zum damaligen Zeitpunkt beschäftigt war anlässlich eines gemeinsamen Angebotes für die Beton- und Erdarbeiten einer Hochwasserschutzwand in Brake im Juni 2004. Herr Bohlen leitete die Abteilung des Ingenieurbaus.

Nachdem Herr Wessels ihm über die Ereignisse jüngster Zeit berichtete, äußerte Herr Bohlen eher beiläufig sein etwaiges Interesse am Kauf des Unternehmens TweWe-Bau.

Herr Wessels ließ sich ein halbes Jahr Zeit, ehe er im September 2004 noch mal bei Herrn Bohlen bezüglich seines Interesses nachhakte. Herr Bohlen bekundete sein eventuelles Vorhaben gegenüber Herrn Blanché, seinem damaligen Kollegen und heutigen Mitinhaber, der auch an der Selbstständigkeit interessiert war. Herr Blanché war ebenfalls Abteilungsleiter im selben Unternehmen wie Herr Bohlen.

Ende des Jahres 2004 wurde die Übernahme des Unternehmens TweWe-Bau durch die beiden Ingenieure in die Wege geleitet. Herr Wessels übergab im April 2005 dann die Geschäftsleitung an die neuen Eigentümer. Herr Wessels war bis 2007 noch im Betrieb tätig und ging dann im seinen wohlverdienten Ruhestand.