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TweWe-Bau setzt auf Erweiterung

Ras­tede – Bag­ger und Rad­la­der, dane­ben gro­ße Con­tai­ner zur Müll­tren­nung, Roh­re, Gerüs­te, Stahl­trä­ger und Mau­er­stei­ne: Wer den Hof des Bau­un­ter­neh­mens TweWe-Bau an der König­stra­ße in Ras­tede betritt, erkennt schnell, dass die Fir­ma an ihre Kapa­zi­täts­gren­zen gesto­ßen ist.

Der Grund dafür ist schnell gefun­den. „Die nied­ri­ge Zins­po­li­tik ist für uns eine Rie­sen­ge­schich­te“, sagt Bernd Boh­len, der zusam­men mit Mark R. Blan­ché die Geschäf­te des Unter­neh­mens führt. Es wer­de zur­zeit extrem viel gebaut, gera­de der Woh­nungs­bau boo­me extrem. „Und das wird auch so wei­ter­ge­hen“, ist sich Boh­len sicher. Schließ­lich sei Bau­land gefragt und es wür­den über­all Woh­nun­gen benötigt.

Tätig ist das Unter­neh­men nicht nur im (eher regio­na­len) Woh­nungs­bau. In ganz Deutsch­land errich­tet TweWe-Bau bei­spiels­wei­se auch Geh- und Rad­weg­brü­cken. Die am wei­tes­ten ent­fern­te Bau­stel­le befin­det sich der­zeit nahe der öster­rei­chi­schen Gren­ze. Ein wei­te­res Stand­bein ist das Pro­jek­tie­ren und Erschlie­ßen gan­zer Bau­ge­bie­te – wie gera­de in Oldenburg.

Kurz­um: TweWe-Bau benö­tigt mehr Platz. „Vor­dring­lich brau­chen wir Lager­flä­chen und Park­plät­ze“, sagt Blan­ché. In einem zwei­ten Schritt kön­ne dann über wei­te­re Büro­räu­me nach­ge­dacht wer­den. Mög­lich­kei­ten zu erwei­tern gibt es auf einer der­zeit noch land­wirt­schaft­lich genutz­ten Flä­che gleich gegen­über des Fir­men­sit­zes.

Gewer­be­ge­biet wächst

Kürz­lich haben der Bau­aus­schuss und der Ver­wal­tungs­aus­schuss jeweils ein­stim­mig den Bebau­ungs­plan Num­mer 112 befür­wor­tet, der eine Erwei­te­rung des Gewer­be­ge­bie­tes an der König­stra­ße um die­se rund 0,8 Hekt­ar gro­ße, bis­lang acker­bau­lich genutz­te Flä­che vor­sieht. Soll­te es im Ver­lauf des Ver­fah­rens kei­ne Ein­wän­de geben, könn­te der Plan vor­aus­sicht­lich in einem hal­ben Jahr vom Rat ver­ab­schie­det wer­den. Eine Ände­rung des Flä­chen­nut­zungs­plans ist der­weil nicht erfor­der­lich: Dort wird das Plan­ge­biet bereits als gewerb­li­che Bau­flä­che dargestellt.

Eine am Rand der Flä­che ver­lau­fen­de Wall­he­cke muss an zwei Stel­len durch­bro­chen wer­den. So sol­len eine zehn Meter und eine fünf Meter brei­te Zufahrt in das neue Gebiet geschaf­fen wer­den. Hier­zu gab es denn auch den ein­zi­gen Hin­weis aus Rei­hen der Poli­tik. Der Ver­lust der Wall­he­cke müs­se groß­zü­gig aus­ge­gli­chen wer­den, sag­te Eck­hard Rose (Grü­ne). Eine Kom­pen­sa­ti­on sei vor­ge­se­hen, aller­dings nicht vor Ort, geht aus den Plä­nen hervor.

Bis das Bau­leit­plan­ver­fah­ren abge­schlos­sen ist, will sich TweWe-Bau erst ein­mal mit einer Zwi­schen­lö­sung behel­fen. Im Ober­ge­schoss des bestehen­den Gebäu­des sol­len Lager­flä­chen zurück­ge­baut wer­den, um zusätz­li­che Büro­räu­me zu schaf­fen, sagt Boh­len. Das bun­des­weit täti­ge Bau­un­ter­neh­men beschäf­tigt inzwi­schen rund 50 Mitarbeiter.

Mit Erwei­te­run­gen kennt sich TweWe-Bau gut aus, wie ein Blick in die Fir­men­ge­schich­te zeigt. Im rück­wär­ti­gen Teil eines Wohn­hau­ses an der Raiff­ei­sen­stra­ße grün­de­ten Albert Twes­ten und Erich Wes­sels das Unter­neh­men im Jahr 1981. Nur eine Werk­hal­le gab es anfangs und einen Mit­ar­bei­ter: Die Inha­ber beschäf­tig­ten einen Gesel­len als Mau­rer, der noch heu­te für den Betrieb tätig ist.

Im Lau­fe der Jah­re konn­te TweWe-Bau wei­te­re Berei­che des Wohn­hau­ses an der Raiff­ei­sen­stra­ße nut­zen. Als die umfang­rei­chen Stahl­be­ton­ar­bei­ten des Unter­neh­mens Ende der 1980er Jah­re wei­te­re Lager­flä­chen erfor­der­ten, mie­te­ten die Inha­ber Tei­le eines Bau­ern­hofs in Leuch­ten­burg an.

Nach der Über­nah­me des Betrie­bes durch die Inge­nieu­re Boh­len und Blan­ché 2004/ 2005 folg­te 2006 schließ­lich ein gro­ßer Schritt. „Wir haben das Unter­neh­men an einem neu­en Stand­ort an der König­stra­ße zusam­men­ge­führt“, sagt Boh­len.

Gren­zen erreicht

Drei Jah­re spä­ter wur­de dort zum ers­ten Mal expan­diert. „Wir haben die Lager­flä­che erwei­tert und Büro­räu­me ange­baut“, sagt Boh­len. Auf das Gebäu­de wur­de damals ein zwei­tes Geschoss drauf­ge­setzt. Für eini­ge Jah­re reich­ten die so geschaf­fe­nen Kapa­zi­tä­ten, nun stößt der Betrieb aber an sei­ne Gren­zen. „Jetzt plat­zen wir aus allen Näh­ten“, sagt Blan­ché und blickt auf den Hof vol­ler Con­tai­ner, Roh­re, Gerüs­te, Stahl­trä­ger und Mau­er­stei­ne.

Quel­le: NWZ-Online

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